Fehler vermeiden beim ersten Besuch in einem Offroad Park - Offroad-Blog

Fehler vermeiden beim ersten Besuch in einem Offroad Park

Von der Straße ins Gelände mit dem SUV – das kann schneller passieren als man denkt. Noch war man auf der Straße, wo man gerade Besorgungen erledigt hat, biegt man falsch ab und schon steht man inmitten von einem unwegsamen Gelände aus Wegen und vielleicht einer offenen Fläche mit vielen Hindernisse. Passieren kann das jederzeit, wo man sich nicht auskennt. In der Regel fährt man mit dem SUV aber eher gezielt auf ein solches Gelände, in einen Offroad Park, wo verschiedene Herausforderungen auf einen warten.

Die größte Herausforderung ist, dass man nicht genau weiß, wie man mit dem SUV auf einer solchen Strecke fährt. Das Fahrzeug zeigt auf einer Offroadstrecke ein gänzlich anderes Fahrverhalten auf, als auf der Straße. Fehler machen: Das ist regelrecht vorprogrammiert.

In diesem Video werden die 9 größten Offroad-Fehler präsentiert und erklärt, wie Sie diese von Beginn an vermeiden können.

Fehler Nummer 1: Straßenbereifung einfach drauflassen?

Wer meint mit normalen Straßenreifen auf die Offroadstrecke fahren zu können, der irrt ist. Denn die Reifen sind die Verbindung der Fahrzeugkarosserie mit dem Untergrund. Während alle anderen Arten von Reifen nutzlos, wenn man mit einem SUV ins Gelände fahren möchte, reichen für die ersten Erfahrungen im Gelände durchaus SUV-Reifen aus, die eine 90 Prozent Straßennutzung und 10 Prozent Geländenutzung aushalten. Wer andere Arten von Reifen auf dem SUV hat, sollte diese vor der Fahrt ins Gelände wechseln.

Fehler Nummer 2: Bremsen wie gewohnt?

Wenn man mit einem SUV – also einem Allrad-Fahrzeug – auf die Offroadstrecke fährt, muss man – auch wenn alle Räder entsprechend bremsen, immer im Hinterkopf behalten, dass der Bremsweg vom Untergrund abhängig ist. Was man in dieser Hinsicht in der Fahrschule lernt, das gilt für den öffentlichen Straßenverkehr aus asphaltierten Straßen. Im Offroadgelände ist der Bremsweg länger.

Fehler Nummer 3: Einfach drauflosfahren

Wer das erste Mal auf einer Offroadstrecke unterwegs ist, der sollte dem vorgegebenen Weg folgen. Viele Offroad-Anfänger machen den Fehler, dass sie denken auch abseits der markierten oder durch Reifenspuren der vorherigen Fahrer gekennzeichneten Spur quer durchs Offroadgelände fahren möchten. Das hat nichts mit Mut zu tun, vielmehr ist das vielmehr purer Leichtsinn. Allerdings kann das auch einem erfahrenen Offroader passieren.

Für den Fall, dass man wirklich einmal die Fahrspur verloren hat, sollte man aussteigen und versuchen die nächste Umgebung zu überblicken. Das ist keine Schande. Das alles hat auch mit der Bewertung des Risikos zu tun. Gerade nach starken Regenfällen sieht man keine Fahrspuren von früheren Offroadfans und deren Fahrzeuge mehr auf er Strecke.

Fehler Nummer 4: Am Hügel nicht hochgekommen – weiter aufs Gas treten?

Hügelfahrten an einem Hügel mit festem Untergrund kommen auf einem Offroadgelände häufiger vor. Nicht immer klappt es auf Anhieb, dass man dieses natürliche Hindernis auch „natürlich“ einfach so überwinden kann. Oft fehlt es am richtigen Schwung. Wenn dieser Schwung fehlte und das Fahrzeug auf halber Strecke zurückrutscht. Die logische Schlussfolgerung ist, dass das Fahrzeug wieder in Ausgangsposition gebracht wird und das Anfahren auf den Hang noch einmal versucht wird. Falsch ist es beim Rückwärtsfahren dabei, dass einfach die Kupplung getreten wird. In diesem Fall verliert das Fahrzeug nämlich die Spur. Das Fahrzeug kann auf diese Weise leicht im Wald, im Graben oder was auch immer sich neben der Auffahrt auf den Hügel befindet, landen – womöglich ein tiefer Abgrund. Richtig ist indes, dass der Rückwärtsgang eingelegt wird, wodurch das Fahrzeug mit Antrieb den Hügel mit festem Untergrund wieder herunterfährt.

Die Kunst des Offroad Fahrens will hart erlernt sein. 

Fehler Nummer 5: Offroadfahrprogramm vom SUV nicht nutzen

Wer mit einem SUV auf ein Offroadgelände fährt, der sollte sein Offroadfahrprogramm nutzen, wenn er eines mit an Bord hat. Ein Teil von diesem Programm ist die Fahrabfahrhilfe. Die Geschwindigkeit kann dabei individuell gewählt werden. Das Fahrzeug fährt danach ganz von alleine kontrolliert den Berg hinunter.

Fehler Nummer 6: Nicht auf die Radstellung geachtet – das ist schlecht

Im Offroadgelände kann es leicht sein, dass die Räder schon mal schief stehen, obwohl das Lenkrad gerade ist. Das kommt durch die Unebenheiten auf dem Gelände selbst. Das kann im Gelände sehr fatal sein. Denn wenn man im Gelände anfahren will, muss das Lenkrad gegen den Lenkbetrieb arbeiten. Daher ist es wichtig einfach mal aus dem Fenster schauen vor dem Anfahren, wie die Räder stehen und dann die entsprechende Lenkbewegung machen und natürlich auch vorausschauen, was auf den nächsten Metern auf einen zukommt.

Fehler Nummer 7: Nur schnell durchs Gelände

Offroadfahren – das ist etwas, was man mit Gemütlichkeit mach und mit Voraussicht. Zu viel Tempo kann auf der Offroadstrecke schnell in einen Unfall münden.

Fehler Nummer 8: Nur schön langsam durchs Gelände

Ja wie jetzt? Erst heißt es, man fährt zu schnell durchs Gelände, jetzt heißt es, dass man zu langsam fährt! Ein Fehler ist das langsam durchs Gelände fahren natürlich nicht. Man muss hier allerdings abwägen. Denn vor einem Hindernis, wie einem Hügel, kann es fatal sein zu langsam zu fahren, da man vor einem solchen Hindernis schon ein bisschen Schwung holen muss (durch die Geschwindigkeit), um dieses Hindernis zu überwinden. Die Faustregel heißt daher: So langsam wie möglich und so schnell wie nötig.

Fehler Nummer 9: Auf Reifenschonung aus sein auf Schnee und im Schlamm

Reifen kosten Geld. Das haben viele im Hinterkopf, wenn Sie auf schlammigen Untergrund anfahren möchten. Viele möchten reifenschonend anfahren. Doch die Reifen sollen auf einem Untergrund schon durchdrehen. Auf der öffentlichen Straße verhindert das ESP, dass die Räder durchdrehen beim Anfahren auf Schnee oder im Schlamm, der auch schon mal auf der Straße liegen kann. Auf dem Offroadgelände wird das Durchdrehen der Reifen beim Anfahren regelrecht benötigt. Aus diesem Grund sollte das ESP beim Anfahren auf einem schlammigen Untergrund ausgeschaltet werden. Danach kann bzw. sollte das EPS allerdings wieder eingeschaltet werden.

Wenn diese Fehler vermieden werden, kann auch mit einem SUV ein wunderbares Fahrerlebnis in einem Offroad Park genossen werden, ohne dass das Fahrzeug Schaden nimmt.